Kona Team Germany – Race Report

Sieg für das Kona Pro Team im Mannschaftszeitfahren beim Sparkassen MTB Cup in Ellmendingen Platz 4 bei den Junioren durch unseren Youngster Florian Basler beim M3 Marathon in Österreich Platz 17 für Ziegler bei der Eiger-Bike –Challenge in der Schweiz

In Ellmendingen fand der Sparkassen MTB Cup statt.
Das MTB Rennen führte über breite Forstwege und Trails . 23km und 580hm gab es zu bewältigen. Patrick Huber , Jan Saupe und Fabian Kupferer vom Kona Pro Team nahmen die Teamwertung in Angriff! Gleich zu Beginn des Rennens konnten die drei Fahrer sich absetzen und es war klar das sie das Ding gewinnen werden da alle super in Form waren…doch das sollte sich im Laufe der nächsten Stunde noch ändern…
Fabian kam ohne Probleme und Pannen super mit der Strecke klar! Patrick und Jan hatten einen Kettenklemmer und Plattfuß zu bedauern. Somit wussten sie nicht ob das noch reichen würde! Als sich dann Patrick kurz vor Schluss noch verfuhr war das Chaos perfekt! Schnell wieder zurück und richtig abbiegen und dann wieder Vollgas. Zu allem Überraschen und aber auch wegen der starken Form von allen gelang es doch noch das Rennen mit knapp 15 min Vorsprung zu gewinnen! Auch Markus Ziegler ging an den Start. Er stellte sich der Langdistanz mit vier Runden a´ 23 Km. Schon am Start lief es nicht gut für ihn und er musste die Spitzengruppe ziehen lassen. In der Verfolgung bekam er dann auch noch Probleme mit dem Schaltwerk. Er konnte nur noch kleine Gänge fahren und das machte eine Aufholjagd natürlich fast unmöglich. Ziegler quälte sich und belegte dann am Ende noch Platz 15 in der Gesamtwertung.

Auch bei der Eiger-Bike Challenge in der Schweiz startete Ziegler.
Um 7 Uhr erfolgte der Startschuss und es ging für die Fahrer auf die 88 Kilometer und 3900 Höhenmeter. Da es gemäßigt den ersten Berg hochging ergriff Ziegler gleich die Chance und setzte sich an die Spitze des Feldes. Es machte keiner Anstalten Ihn zu überholen und so führte er gut 3 Kilometer. Erst als es aus dem Ort rausging, setzten sich die Favoriten in Szene. Von nun an hatte Markus zu kämpfen und hielt sich knapp in den Top 20. Bis Ende des ersten Anstiegs mit 1000 Höhenmeter hinauf zu großen Scheidegg hatte sich das Feld in die Länge gezogen. Es folgte eine kurze Abfahrt, bevor es zum First hinaufging. Nach einer schotterreichen Abfahrt kam schon der nächste Hammeranstieg hinauf auf Feld, dem höchsten Punkt des Rennens (2170 M). 400 Höhenmeter auf nur 2 Kilometern verlangten alles ab. Völlig geschafft ging es in die nächste Abfahrt. Tiefe Löcher und Felsen in den Wiesen verlangten viel Fahrgeschick. Ein Konkurrent hatte Schwierigkeiten und Markus versuchte Ihm zu entwischen. Zunächst gelang dies auch, doch dann passierte es: Sein Vorderrad rutschte weg und eine harte Landung folgte. Glücklicherweise war außer dem linken Arm nicht viel getroffen. Während Markus sich sammelte und sein Rad wieder richtete passierten Ihn einige Fahrer. Mit dem bisherigen Rennverlauf war er nicht zufrieden und er wusste, dass wenn er etwas erreichen will, von nun an in die Vollen gehen muss. So gab er richtig Gas und überholte hinauf zum Bort alle Fahrer, die Ihn durch sein Missgeschick passierten. Es folgte die Abfahrt ins Tal, bevor der letzte große Anstieg auf die Kleine Scheidegg anstand. Hier wollte Ziegler nochmal alles geben, doch schon zu Beginn der Steigung pürte er, dass die Kraft dazu fehlte. Und so wurde er gar von der Konkurrenz eingeholt, anstatt Boden gut zu machen. Die letzte Abfahrt wies nochmals einige Gegensteigungen auf, aber Markus konnte hier seine Position behaupten. Nach 5:13 Std erreichte er als 17. in der Lizenzklasse und 23. gesamt das Ziel. Fazit: Wer am Eiger nicht einen guten Tag hat, bekommt dies gnadenlos zu spüren. Heute war für Markus leider so ein Tag. Es fehlte immer der letzte Tick Kraft und vielleicht auch etwas Leidensfähigkeit. Die Abstände nach vorne hielten sich trotz aller Schwierigkeiten in Grenzen und immerhin war praktisch die gesamte Schweizer Elite vertreten.

Florian Basler der Youngster im Kona Pro Team versuchte sich International, er startete beim größten West-Österreichischen Rad-Event , dem M3 Marathon in Montafon. Es war sein erstes Rennen welches nicht in Deutschland war. Bei gefühlten 40°Celcius wollte er den M1 Marathon fahren, dieser ist 26km auf ca. 1000 Höhenmeter. Um 10 Uhr startete Florian mit 185 weiteren Fahrern auf dieser Strecke.
Auf der kleinsten Strecke war gleichzeitig die Voralbergerlandesmeisterschaft. Als der Startschuss fiel zog es Florian sofort an die Spitze.
Er fuhr im vorderen Feld mit den Top 30, als der erste Anstieg kam musste Florian das Tempo rausnehmen, da er merkte das er sonst sein ganzes Pulver verschießt. An dem einzigen richtigen Anstieg konnte er sein können am Berg zeigen und das Tempo hochhalten. Von Kilometertafeln war nichts zu sehen, außerdem waren alle Strecken nicht abgesperrt, man musste auf alles aufpassen. Ob Kühe, Wanderer oder Autos, wobei das letzte eher das Problem war. In einem guten Tempo war es Florian gelungen den Berg hinter sich zu bringen. Danach ging es fast nur noch runter, in einer langen und übersichtlichen Abfahrt machte Florian Zeit gut und erholte sich gleichzeitig. Gegen Ende musste man durch eine Unterführung und dann war es nur noch ein Kilometer bis zum Ziel. Der letzte Kilometer war von Autos besetzt, ein Zustand den es in Deutschland wohl nie geben wird. Im Zielsprint machte Florian noch einen Platz gut. Mit einer Zeit von 1:25h beendete er das Rennen als 4. Junior. Von ca. 50 gestarteten Deutschen fuhr Florian in die Top Ten , er fuhr als 8. Deutscher durch das Ziel. Ein erfolgreiches Rennen für ihn, er sammelte Erfahrung und fand es schön in einem anderen Land zu starten. Besonders erfreute ihn, das er der beste Youngster beim M3 Marathon war.

Im Anhang zwei Bilder von Ellmendingen:
1. Markus Ziegler in Action
2. Von links Jan Saupe, Patrick Huber und Fabian Kupferer