Rennbericht Homberg Race 15. – 17. April 2011 (Germany)

Von Flo «Guttenberg»

Voller (jetzt schon?) Vorfreude wurde am Mittwoch vor dem Rennen das neue Kona Operator noch schnell Ein- bzw. Testgefahren, damit der Start in die Saison nicht gleich mit einem Rennen beginnt. Martin hingegen versuchte es mit einem Kaltstart, welcher ihm gründlich misslang. Für Dani und mich ging es schlussendlich am Freitagnachmittag los, nachdem wir uns um 15 Uhr in unserer Werkstatt verabredeten, mit dem Ziel um 16 Uhr loszufahren. Was man jedoch beim ersten Rennen der Saison alles vergisst einzupacken oder einzuplanen, jedes Jahr das selbe Leid. Schlussendlich kamen wir erst eine Stunde später von Luzern los um noch schnell bei der Pangas etwas Trockeneis für die Kühlbox zu besorgen.

Die Fahrt nach Thun war schnell zurückgelegt und das Einkaufscenter noch schneller gefunden und so ging es rasant an den Einkauft für die nächsten 2 Tage. Geplant war ein wenig Brot und etwas Fleisch für zwischendurch auf den Grill, sowie Bier und anderes Mineralwasser. Die Suche nach dem Bier war jedoch in der Migros ein relativ schwieriges Unterfangen und nach 30 Minuten suchen stellten wir unsere Bemühungen ein. Ein Bier ohne Alkohol ist wie ein Rennen ohne Sturz (das überlassen wir Schreder), jedenfalls nichts für uns. 180 Franken und 3 Einkaufstüten später mussten wir uns im Dönerstand mächtig beeilen um noch rechtzeitig zur Happy Hour ins Festzelt zu kommen. Die Happy Hour war eigentlich bis um 19.00 Uhr und wir kamen um 18.45 Uhr an, reichlich Zeit also um etwas Kleines zu trinken. Ein paar Stunden später und nach dem Lichterlöschen im Festzelt, auch diese Aufgabe ist verantwortungsvoll, begann die Suche nach dem Bus. Unsere Gedanken als wir frühmorgens zu Bett stolperten: „Wenn wir auf dem Bike so gut sind wie an der Bar, dann kann am Rennen nichts mehr schief gehen“.

Der nächste Tag begann schleierhaft, nicht nur in unseren Köpfen. Das Wetter verbesserte sich jedoch rasant im Vergleich zu unserer Verfassung, diese steigerte sich erst bei der 3 Abfahrt nach und nach, nachdem sich die Strecke in unsere Köpfen einhämmerte. Die Quali am Samstagnachmittag erfolgte ohne grosse Enttäuschungen und wir waren mit unseren Ergebnissen zufrieden. Ein Grund also zum Feiern, hatten wir doch den Ruf des Lichterlöschens am Vorabend zu verlieren. Nach etwas totem Tier vom Grill machten wir uns schleunigst wieder auf ins Festzelt. Da waren auch wieder die bekannten Gesichter vom Team Velowerk Olten. Und tatsächlich, die sahen immer noch gleich aus! Da half alles Schöntrinken nichts. Auch die Jungs von Hot Trail erwarteten uns sehnsüchtig. Die Hot Trail Crew feierte mächtig mit, gaben sich aber schliesslich nach fortgeschrittener Stunde geschlagen und die Mortadellas mussten erneut den netten Damen hinter der Bar helfen das Licht im Festzelt auszumachen. Gentlemans like!

Am Sonntagmorgen ging es uns erstaunlich gut, trotz nächtlichen Magenbeschwerden meinerseits. Die Kälte setzte lediglich unserem Campingtisch zu, der sich am Morgen jeweils in einem Mantel aus Tau präsentierte. Dies lag aber laut Zeugenaussagen auch an unserem Zeltaufbau. Wie auch immer.

Der erste Rennlauf zeigte, dass wir uns nur dank dem Training am Vorabend verbesserten. Der zweite Rennlauf verlangte unseren geschunden Körpern noch einmal alles ab und tatsächlich verbesserten wir uns nochmals um 2 Sekunden. Martin mit seinem Saison-Kaltstart, das erste Mal im noch jungfräulichen Jahr auf dem Kona, erreichte mit seinen 2:29 in der Senioren-Kategorie den guten 25 Platz. Bei Dani und Flo war es stets ein Kopf an Kopf Rennen, welches Flo um eine mickrige Sekunde Vorsprung für sich entscheiden konnte. Flo wurde bei der Herren Free Kategorie 26 mit einer Zeit von 2.23, Dani Platz 32 mit 2.24.

Ein gelungenes, super organisiertes Rennweekend (danke auch an die Jungs und Mädels von Hot Trail) mit tollen Leuten, viel Mineralwasser, guten Rennzeiten und traumhaftem Wetter, einfach ein perfekter Saisonstart! Besonders möchten wir unseren Lieblingsstreckenposten danken!

www.konabikeworld.com/fmteam.htm